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ABS Das Antiblockiersystem verhindert bei einer Vollbremsung oder bei glatter Fahrbahn das Blockieren der Räder und erhält die Lenkfähigkeit des Fahrzeugs. Blockierende Räder können keine Seitenführungskräfte mehr übertragen, das Fahrzeug wird unkontrol-lierbar. Damit das nicht geschieht, überwacht das ABS-Steuergerät mittels Raddrehzahlsensoren die Drehzahlen aller Räder des Fahrzeuges. Droht eines zu blockieren, reduziert ein Magnetventil in der Steuereinheit des Antiblockiersystems den Bremsdruck für das entsprechende Rad, bis es wieder frei läuft. Danach wird der Druck bis zur Blockiergrenze wieder erhöht. Das Fahrzeug bleibt stabil und die Lenkbarkeit erhalten. Bei modernen Antiblockiersystemen, wie sie für alle Volkswagen Modelle zum Einsatz kommen, erfolgt dieser Vorgang mehrmals pro Sekunde. Der Fahrer spürt den Einsatz des Antiblockiersystems an einem leichten Pulsieren des Bremspedals. Im Regelbereich des Antiblockiersystems kann das Fahrzeug trotz maximaler Verzögerung problemlos gelenkt werden, um Hindernissen auszuweichen und eine Kollision zu verhindern.
Airbag Airbags reduzieren in Verbindung mit dem Sicherheitsgurt das Risiko schwerer Kopf- und Brustkorbver-letzungen bei Kollisionen mit entsprechender Unfallschwere. Wird von den Crash-Sensoren ein dem Auslösewert entsprechender Aufprall registriert, zündet das Airbagsteuergerät einen Gasgenerator. Er füllt die Airbags, die im Lenkrad bzw. auf der Beifahrerseite in der Instrumententafel untergebracht sind, innerhalb von 30 bis 40 Millisekunden. Die aktivierten Airbags fangen Kopf sowie Oberkörper ab und verteilen die Belastungen auf eine möglichst große Fläche. Bereits nach 120 Millisekunden entweicht das Gas und der Luftsack fällt in sich zusammen. Die geringere Bewegung von Hals und Nacken trägt dazu bei, Verletzungsrisiken zu reduzieren. Neben den Front-Airbags gibt es auch noch Seiten-Airbags, Kopfairbagsystem und Knieairbags.
ASR Antriebsschlupfregelung. Elektronisches System, das durch ein Drosseln der Motorleistung bzw. selektives Abbremsen verhindert, dass das einzelne Antriebsräder durchdrehen. Besonders wirkungsvoll ist das ASR bei nassen und rutschigen Fahrbahnen. Es sorgt für eine optimale Beschleunigung auch bei ungünstigen Straßenbedingungen und trägt maßgeblich zur Fahrsicherheit bei.
Biodiesel Biodiesel wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. In Deutschland wird häufig Raps zur Gewin-nung von Biodiesel genutzt. Daher haben sich auch die Bezeichnungen RME (Raps-Methyl-Ester) bzw. PME (Pflanzen-Methyl-Ester) durchgesetzt. Aus ökologischer Sicht stellt Biodiesel eine sinnvolle Alterna-tive zu herkömmlichem Dieselkraftstoff dar, da man sich in einem geschlossenen CO2-Kreislauf bewegt. Das bedeutet, dass die Pflanze während ihres Wachstums soviel an CO2 aufnimmt, wie nachher bei der Verbrennung wieder abgegeben wird. Da sich Biodiesel jedoch in seiner Zusammensetzung von her-kömmlichem Dieselkraftstoff unterscheidet, kann er nicht uneingeschränkt als direkter Ersatz für Diesel genommen werden, insbesondere das Betreiben von 100% Biodiesel mit einem Dieselpartikelfilter ist technisch ausgeschlossen. Die in der EU gesetzlich vorgeschriebene Beimischung von Biodiesel zum normalen Dieselkraftstoff (sog. B5) ist problemlos möglich.
Common Rail Unter Common Rail versteht man ein spezielles Diesel-Einspritz- verfahren, bei dem alle Zylinder über eine gemeinsame Hochdruck-Einspritzleitung versorgt werden. Dabei sind die Einspritzdüsen über eine gemeinsame Verteilerliste mit der Kraftstoffpumpe verbunden. Der Diesel wird dabei elektronisch mit permanentem Druck in die Brennkammer eingespritzt, der Druck kann mehr als 1000 bar erreichen. Die Vorteile eines Common Rail Motors sind eine besserer Gemischbildung und dadurch geringerer Verbrauch und weniger Emissionen.
Diebstahlwarnanlage Zum Schutz vor Diebstahl werden Fahrzeuge vermehrt mit Systemen ausgestattet, die über eine codierte Funkfernbedienung aktiviert und deaktiviert werden und bei unbefugtem Öffnen durch Kontakte an Türen und Hauben bzw. über Ultraschall-Bewegungsmeldungen oder Stromverbraucher im Innenraum einen akustischen Alarm auslösen. Das Ultraschallsystem bemerkt auch, wenn Personen durch eine zerschla-gene Scheibe ins Fahrzeug gelangen wollen. Die Diebstahlwarnanlage umfasst beispielsweise ein bordspannungsunabhängiges Signalhorn und einen zeitgesteuerten Alarm bei unberechtigtem Öffnen der Tür. Das Abschließen des Fahrzeugs aktiviert die Diebstahlwarnanlage, das Öffnen des Wagens schaltet sie ab. Die Diebstahlwarnanlage mit elektronischer Wegfahrsperre bietet optimalen Schutz vor Fahrzeugdieb-stahl. Akustische und optische Warnsignale ziehen die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich und schrecken Diebe ab.
Differenzial Ein Differenzial - auch Ausgleichsgetriebe genannt - gleicht unterschiedliche Raddrehzahlen bei ange-triebenen Achsen aus. Unterschiedliche Raddrehzahlen treten auf, wenn bei einer Kurvenfahrt die Räder einer Achse verschieden lange Wege zurücklegen. So dreht sich z. B. das kurvenäußere Rad schneller als das kurveninnere. Für den Drehzahlausgleich an angetriebenen Achsen sorgt in den meisten Fällen ein Kegelrad-Differenzial. Ein Sperrdifferenzial verhindert das freie Durchdrehen eines Rads und leitet die Kraft auf das Rad mit der besseren Traktion.
Drehmoment Unter dem Drehmoment versteht man in der Physik im Allgemeinen die Kraft, die an einem Hebelarm ansetzt und dadurch eine Drehbewegung bewirkt. Bei einem Motor ist das Drehmoment die Kraft, die die Kolben auf die Kurbelwelle ausüben. Somit gibt das Drehmoment an, wie stark die Durchzugskraft des Motors ist.
DSC DSC ist änlich wie ESP und heißt "Dynamic Stability Control". In Grenzsituationen (z.B. bei rutschiger Fahrbahn) greift dieses elektronische System in das Motormanagement ein und reduziert das Antriebsmoment einzelner Räder, um ein Ausbrechen des Fahrzeugs zu verhindern. Vor allem in Kurven trägt das DSC zu einer deutlich höheren Fahrstabilität und somit höheren Fahrsicherheit bei.
Elektronische Wegfahrsperre Die Wegfahrsperre ist eine elektronische Diebstahlsicherung. Nach dem Abziehen des Zündschlüssels wird sie aktiv und verhindert über das Motorsteuergerät weitgehend, dass der Wagen durch Unbefugte gestartet werden kann. Das System nutzt eine im Zündschlüssel integrierte Sende- und Empfangseinheit (Transponder). Diese übermittelt bei jedem Startvorgang einen neuen Code an die Fahrzeugelektronik. Nur wenn der Schlüssel einen entsprechenden Berechtigungscode hat, wird die Sperre aufgehoben. Eine neuartige Verschlüsselungstechnik sichert das System gegen elektronisch kopierte Fahrzeugschlüssel. Hinweis: Eine 100-prozentige Sicherung gegen Diebstahl kann kein System garantieren. Mit hoher krimineller E-nergie kann es in Einzelfällen auch gelingen, die elektronische Wegfahrsperre zu überwinden.