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Von MARTIN NEITEMEIER "Die Glocke" Kreis Gütersloh (gl).
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Virtuelle Knautschzone lässt Unfall glimpflich enden
Seit ein paar Wochen testen insbesondere die künftigen Betreuer die Kombination aus Computer, Bildschirm sowie Lenker und Fußpedalen – und sind begeistert vom echten Fahrgefühl.
"Das Ding ist super", schwärmt Norbert Fischer und hat dabei auch die Ausbildung junger "Biker" im Auge. Dreht man am Gasgriff, heult der Motor auf. Steigt man zu stark in die Eisen, geht die Maschine aus. Und auf Knopfdruck hat man im Spiegel den Verkehr hinter sich im Blick – beeindruckend. Vor allem, weil das "Spielzeug" einen ernsten Hintergrund hat. Fischer: "Der Umgang mit Gas, Bremse, Hand und Fußschaltung wird ebenso geübt, wie Blick- und Reaktionsvermögen geschult werden." Und das alles, ohne dass etwas Schlimmes passieren kann – abgesehen von ein paar deutlichen Worten im Abschlussprotokoll. Und so lassen sich auch schon mal absolute Motorradgegner auf eine virtuelle Spritztour ein – allerdings nur mit Automatik. Beim Riding-Trainer kann man nicht nur die Getriebeart wählen, sondern beispielsweise auch festlegen, ob man mit einem Moped, einer mittleren oder einer ganz schweren Maschine durch die Stadt, über Land oder auch in den Bergen kurven will. Hauptstraße oder Verbindungsweg, Häuserkulisse oder freie Landschaft – die Szenarien können vielfältig kombiniert werden. Tag, Nacht und Nebel inklusive. Nicht beeinflussbar ist allerdings die von einer Stimme im Hintergrund gesteuerte Trainingsfahrt selbst. Welche Überraschung an welcher Kreuzung wartet, wer plötzlich auf die Fahrbahn läuft – das bestimmt allein der Computer. Er zeigt auch gnadenlos auf, ob der Mann oder die Frau am Lenker sich in der jeweiligen Situation angemessen verhalten hat und worauf in der Realität besonders zu achten ist, um unfallfrei ans Ziel zu kommen. Schließlich gibt es auf der Straße keine virtuelle Knautschzone.
Norbert Fischer, Verkehrswacht- Geschäftsführer, ist von dem Simulator begeistert.